Eine temporäre Zwischenlösung

Ok, der erste richtige Blogeintrag hat etwas länger auf sich warten lassen, als ich es erwartet hätte. Aber jetzt bin ich endlich in dem Studentenwohnheim angekommen, in dem ich für den Rest meines Auslandssemesters bleiben werde. Jetzt kann ich mich vernünftig einleben und ein bisschen zur Ruhe kommen.

Bevor ich euch aber zeige, wie ich jetzt hier leben werde, möchte ich lieber erstmal einen Einblick in die ersten 6 Tage geben, die ich hier in Seoul verbracht habe. Diese habe ich nämlich in einer winzig kleinen Mietwohnung in Sinchon verbracht.


Eingang

Der ganze Eingangsbereich macht keinen sehr einladenden Eindruck. Die Treppenstufen sind unregelmäßig und krude. Der gesamte Eingangsbereich ist so schmal, dass ich immer nur einen Koffer gleichzeitig transportieren kann.

IMG_20190824_192048


Tür und Schloss

Die Türen sind hier (wie auch überall sonst in Korea) durch Zahlenschlösser gesichert. Hochschieben… Zahlenkombination eingeben… Runterschieben… Funktioniert ganz gut, gibt aber nicht gerade ein Gefühl von Sicherheit, wenn der Zugangscode einfach immer die jeweilige Zimmernummer ist… 🤔

IMG_20190824_192003


Der Innenraum

Das kleine Keller-Zimmer wirkt relativ dunkel und vor allem eng, aber wenigstens ist es sauber. Klimaanlage und Luftreiniger sorgen dafür, dass die Luft stets kühl und sauber ist, auch wenn die beiden Geräte zusammen mit dem kleinen Kühlschrank ganz schön viel Lärm machen. Auf dem Kühlschrank steht eine transportable Herdplatte, deren Dienste ich in den 6 Tagen nicht in Anspruch genommen habe. Der restliche Teil der „Küchenecke“ besteht aus einer Spüle und einem Hängeschrank mit ein paar Utensilien.

Die allgemeine Ausstattung des Raumes ist gar nicht so schlecht. Fön, Spiegel, Mehrfach-Steckdose, Wasserkocher, Geschirr & Besteck, Staubsauger sowie ein Topf und eine Pfanne stehen zur Verwendung bereit. Dazu gibt es einen Schreibtisch und einen Stuhl an dem ich tatsächlich recht viel gesessen habe und mich dabei nach kurzer Eingewöhnungszeit gar nicht mal so unwohl gefühlt habe. 🤗

Am ersten Tag des Einzuges herrschte übrigens noch ein ziemlich übler Geruch in dem Raum, der sich aber dank des Luftreinigers dann recht schnell verzogen hat. Abgesehen davon war es natürlich trotzdem eine Umstellung in einen so begrenzten Wohnraum zu ziehen, aber schon nach kurzer Zeit bin ich damit überraschend gut klargekommen. 👍


Das Badezimmer

Das Bad ist qualitativ zwar nicht gerade „deutscher Standard“, aber das kann man hier auch einfach nicht erwarten. Die Toilette wirkt komplett neu, der Rest des Bades hingegen nicht. 😅 Aber es ist definitiv sauber genug, dass man sich nicht geekelt hat. Der Spiegel hängt übrigens ungefähr auf Schulterhöhe, sodass ich mich leicht bücken muss, um mein Gesicht sehen zu können. 🤣

Die Dusche ist in typisch koreanischem Stil. Das heißt, es gibt einfach nur einen Duschkopf im Badezimmer. Zum Duschen macht man einfach die Tür zu und duscht sich mitten im Bad. Das Wasser fließt dann durch einen Abfluss im Boden ab. Sich daran zu gewöhnen ist nicht unbedingt schwierig. Nur die Tatsache, dass ich mich beim Duschen die ganze Zeit selbst im Spiegel sehe, ist ein bisschen verwirrend. 🤨

Für das Badezimmer wurden übrigens Duschgel, Shampoo, zwei Handtücher und eine Fußmatte (falls doch mal etwas Wasser in den „Hauptraum“ fließt) bereitgestellt. Insgesamt bin ich mit dem Badezimmer recht zufrieden gewesen. Es war definitiv kein Luxus, hat aber für die Woche locker gereicht um durchzukommen. 😄


Fazit

Auch wenn ich am Anfang ein bisschen geschockt war, wie klein und beengt die Wohnung ist, konnte ich dort im Endeffekt doch ganz ok leben. Die Wohnung liegt direkt in einer „Fußgängerzone“, wo es viele Möglichkeiten zum Essen und Einkaufen gibt. Trotzdem würde ich eine solche Lebenssituation für 6 Monate wohl nicht aushalten. Ich kann also nur hoffen, dass die Wohnung in der ich von nun an leben werde, ein bisschen mehr Platz bietet. 😉

Sinchon_Street_1

Das soll es erstmal zum Thema „erste Wohnung“ gewesen sein. Wie immer danke für’s Lesen und lasst doch mal einen Kommentar da, welche der beiden Darstellungen für Bilder bei euch besser ankommen (Mosaik im Abschnitt „Der Innenraum“ oder Diashow im Abschnitt „Das Badezimmer“). Ich probiere zur Zeit noch ein bisschen mit den Funktionen von WordPress rum, um die optimalen Tools zu finden.

Bis zum nächsten Mal. 🤗

5 Kommentare zu „Eine temporäre Zwischenlösung

Gib deinen ab

  1. Oh je. 🙈 Duschen mitten im Bad. Das kann man sich gar nicht vorstellen.
    Da schlage ich doch als gelernter Klempner die Hände übern Kopf zusammen. 😂

    Liken

  2. Hey Marcel, Danke für die tollen Eindrücke und die detaillierte Schilderung 👌👏
    Ich bin froh, dass die 6 Tage doch nicht die ganze Zeit so schlimm waren wie gedacht!!! Aber schön, dass Du jetzt ein so gutes Zimmer am Campus bekommen hast 🙋‍♀️ich bin schon sehr gespannt auf die Bilder dazu…
    Übrigens funktionieren beide Methoden gut , das mit den Dias sogar noch besser 👌
    Wie läuft Deine Einführungswoche? GlG Claudia 🥰

    Liken

  3. Super interessant. Ich find die Lage in der Strasse toll, obwohl ich dort auch keine 6 Monate leben könnte. Die Darstellung der Bilder können ruhig mal so und mal so sein, dass bringt Abwechselung beim Lesen. Tolle Berichte, die ich immer mit Spannung erwarte. Hab weiterhin eine tolle Zeit mit Erfahrungen, die Dein Leben bereichern werden. Und auch wenn es mal nicht so richtig läuft, nimm es mit Humor💪. Ich freu mich schon auf weitere Informationen. Liebe Grüsse Mum 🌞

    Liken

  4. Na, das war wohl der erste Kulturschock 😉. Gott sei Dank ist die Woche vorbei. So beengt zu leben drückt sicherlich auf die Stimmung.
    Toll, dass du so viele Bilder postest. So hat man eine viel bessere Vorstellung, als nur durch Erzählungen 👍.
    Mir persönlich gefällt die Darstellung im Mosaik besser. Ich scrolle lieber selbst durch die Bilder.
    Vielen Dank und mach weiter so 👏👍.
    GlG von Papa

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstellt mit WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: